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TECHNOLOGIE

 

DWR

Die wasserabweisende Behandlung (durable water repellant) eines Stoffes bzw. einer Membran verhindet, dass Nässe durch den Außenstoff dringt, diesen schwer macht und damit die Atmungsaktivität beeinträchtigt. Die wasserabperlende Wirkung solch einer DRW-Imprägnierung wird durch Abnutzung reduziert und muss daher immer wieder erneuert werden.  Dafür gibt es Spezialbe-handlungen durch Wäsche oder Sprays.

 

Membran
Das Wort Membran ist abgeleitet von Membrana, dem lateinischen Wort für "dünnes Häutchen". Die Besonderheit einer Membran besteht darin, dass ein Bekleidungsstück dadurch zugleich wasserdicht und atmungsaktiv wird. Das Wasser dringt nicht ein, weil die Poren kleiner sind als die Regenmoleküle. Die Atmungsaktivität entsteht, weil der Körperschweiß verdampft, Flüssigkeit und Gase (Wasserdampf) getrennt werden, die Schweißmöleküle sich auflösen. Dazu ist ein Temperaturgefälle notwendig, dass heißt, die Temperatur auf der Innenseite der Bekleidung muss wesentlich höher sein als die Umgebungstemperatur.  Weil die über Jahrzehnte üblichen Membrane Fluorcarbon enthalten, das nicht abbaubar ist, kann jetzt die Textilbranche durch neue Hightech-Verfahren nachhaltigen Nässeschutz bieten, sei es weiterhin durch Membrane oder auch spezielle Beschichtungen der Faseroberfläche. Klassische Waschpulver verstopfen die Membran, Weichspüler zerstört sie, ebenso hohe Schleudergänge. daher vom Hersteller empfohlene Flüssigwaschmittel sparsam dosiert verwenden und mit viel Wasser spülen. Es gibt Spezialwaschmaschinen bei Textilreinigungen aber inzwischen auch für den Privathaushalt mit Sonderwasch-programmen.


Nanotechnologie
Nanopartikel gelten als Schlüsseltechnolkogie des 21. Jahrhunderts. Ein Nanometer ist der millionste Teil eines Millimeters. Die Bezeichnung kommt aus dem Griechischen und heißt Zwerg. Die Nanotechnologie gilt deshalb als Schlüsseltechnologie des 21. Jahrhunderts - auch bei Textilien. Nanopartikel werden als Folien, Emulsionen und Dispersionen auf Textilien aufgebracht, um Ausrüstungseffekte wie Fleckschutz, Mückenschutz, UV-Schutz zu erzielen.

Phase Change Materials  
PCM sind Substanzen, die ihren Aggregatzustand verändern. Stoffe, in denen PCM integriert sind, sorgen für einen Temperaturausgleich. Sie nehmen Körperwärme auf, wenn zu viel produziert wird und geben die überschüssige Wärme wieder zurück, wenn der Körper sie braucht. Beeinflusst wird dabei das Mikroklima zwischen der Haut und dem Textil.  Die PCM-Mikrokapseln können in Fasern - z.B. Acryl, Viskose - eingesponnen oder als Beschichtung auf unterschiedlichen Materialien z.B. Geweben, Maschenwaren, Nonwoven oder auch Schäumen mit einer Dicke von derzeit 2 bis über 5 mm aufgebracht werden. Der Outlast®PCM-Effekt besteht darin, dass Energie beim Wechsel des Aggregatzustandes von kleinen Wachskügelchen mit einem Durchmesser von ca. 2 bis 30 μm gespeichert oder wieder abgegeben wird. Diese Kügelchen sind durch eine äußere hauchdünne Kunststoffhülle geschützt, damit das Wachs im flüssigen Zustand nicht auslaufen kann. Dabei wechseln sie in einem definierten Temperaturbereich den Aggregatzustand: beim Aufheizen vom festen Zustand werden sie verflüssigt und nehmen dabei eine bestimmte Wärmemenge auf. Umgekehrt beim Zurückführen vom flüssigen in den festen Zustand (Abkühlung) wird eine definierte Menge Wärme wieder abgegeben.

Softshell  
Sehr leichte, anschmiegsame  Jacken aus 2- oder 3-Lagen-Laminat, mit dem Ziel, die nach dem Zwiebelprinzip definierte zweite und dritte Bekleidungsschicht zu kombinieren. Die Stoffe sind wasserabweisend, winddicht und atmungsaktiv. Der hohe Stretchanteil sorgt für enge Passform und Bewegungsfreiheit.


 


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